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Im Supermarkt klug einkaufen: 10 Tipps gegen Verschwendung
Infografik: Im Supermarkt klug einkaufen: 10 Tipps gegen Verschwendung
Infografiken ca. 3 Min. Lesezeit

Im Supermarkt klug einkaufen: 10 Tipps gegen Verschwendung

Im Supermarkt lässt sich mit der richtigen Strategie erheblich sparen. Diese 10 Tipps helfen dabei, beim täglichen Einkauf bewusster und günstiger zu kaufen.

Deutsche Haushalte geben durchschnittlich 350–600 Euro pro Monat für Lebensmittel aus — und schmeißen davon statistisch 83 Euro wert pro Monat in die Tonne. Mit diesen 10 Strategien lässt sich die Einkaufsrechnung um 20–30% senken, ohne auf Qualität oder Vielfalt zu verzichten.

Infografik: 10 Tipps Supermarkt sparen — Einkaufen, Eigenmarken, Liste, Angebote

Vorbereitung: Bevor du den Supermarkt betrittst

1. Immer mit Einkaufsliste und gesättigtem Magen

Eine Cornell-Studie hat gezeigt: Hungrig Einkaufen erhöht die Ausgaben um durchschnittlich 64%. Gleichzeitig kaufen Menschen ohne Einkaufsliste 20–30% mehr als geplant — fast ausschließlich Impulskäufe die teurer und schlechter für die Gesundheit sind. Eine Liste in 5 Minuten schreiben spart realistisch 30–60€ pro Einkauf bei einem 200€-Budget. Apps wie Bring! oder einfache Notizen-Apps helfen.

  • Kühlschrank und Vorräte vorher prüfen — was ist schon da?
  • Wochenmenü planen — welche Gerichte sind geplant?
  • Kategorien sortieren (Gemüse, Fleisch, Milchprodukte) — spart Zeit im Markt

2. Meal Planning konsequent betreiben

Wer 5 Abendessen für die Woche vorplant, kauft gezielt ein — kein "ich nehme das auch noch mit, weiß nicht wofür". Studien zeigen: Meal Planning reduziert die Lebensmittelverschwendung um 50% und die Ausgaben um 15–25%. Aufwand: 15–20 Minuten am Wochenende. Methode: Rezepte für 5 Gerichte wählen, Zutaten überschneiden sich möglichst (z.B. Hähnchenbrust für zwei verschiedene Gerichte).

Im Supermarkt: Strategie und Warenkunde

3. Eigenmarken bewusst wählen

Stiftung Warentest und Öko-Test haben in vielen Tests gezeigt: Eigenmarken (Aldi, Lidl, Rewe-Ja, Edeka-Gut&Günstig) sind in Qualitätsbewertungen oft gleichwertig oder sogar besser als teurere Markenprodukte. Der Preisunterschied: 30–60%. Bei einem Haushalt der 300€ pro Monat für Lebensmittel ausgibt und die Hälfte auf Eigenmarken umstellt: 45–90€ Monat Ersparnis.

Besonders bei diesen Produkten ist kein Qualitätsunterschied messbar: Salz, Zucker, Mehl, Nudeln, Reis, gefrorenes Gemüse, Milch, Joghurt, Butter, Mineralwasser.

4. Den richtigen Wochentag nutzen

Supermarkt-Mitarbeiter reduzieren Waren mit nahendem MHD oft morgens bevor der Andrang kommt. Beste Zeiten für reduzierte Frischware: Montag morgens (Wochenendware wird abverkauft), Donnerstags abends (vor dem Wochenende-Auffüllen), und täglich kurz vor Ladenschluss. "Zu gut für die Tonne" und die App Too Good To Go zeigen außerdem Supermärkte mit kurz vor dem Ablaufen stehenden Waren zu stark reduzierten Preisen.

5. Preis pro 100g / Liter vergleichen, nicht den Gesamtpreis

Supermarkt-Hersteller nutzen aktiv "Shrinkflation": Verpackungen werden kleiner, Preise bleiben gleich oder steigen. Ein 450g-Joghurt für 1,29€ scheint günstiger als der 500g-Becher für 1,49€ — ist er aber nicht (1,29€ × (500/450) = 1,43€). Der Grundpreis (Preis pro 100g/Liter) muss in Deutschland per Gesetz ausgezeichnet sein — diesen Wert vergleichen, nicht den Gesamtpreis.

Einkaufsstrategien für weniger Foodwaste

6. Saisonales und regionales Obst und Gemüse bevorzugen

Erdbeeren im Dezember aus Spanien kosten 4–6€ pro 500g. Erdbeeren im Juni aus der Region: 1,50–2,50€. Tomaten im Winter aus dem Gewächshaus: 2,50–4€ pro kg. Tomaten im Sommer aus Freilandanbau: 0,80–1,50€. Saisonkalender nutzen (kostenlos im Web) und das Einkaufsverhalten anpassen spart 30–50€ im Monat allein bei Obst und Gemüse.

7. Tiefkühlgemüse als vollwertige Alternative

Tiefkühlgemüse wird direkt nach der Ernte bei minus 18°C eingefroren — die Nährstoffdichte ist zu diesem Zeitpunkt höher als bei "frischem" Gemüse das tagelang gelagert und transportiert wurde. Preis: TK-Erbsen 1,50€ pro kg, frische Erbsen 4–6€ pro kg. TK-Spinat, TK-Brokkoli, TK-Mais sind preislich unschlagbar und nährstofflich vollwertig.

8. Angebote strategisch nutzen — nicht emotional

Wochenwerbung im Vorfeld prüfen und nur Angebote nutzen die ohnehin auf der Einkaufsliste stehen. "3 für 2"-Aktionen lohnen sich nur bei haltbaren Waren die man sowieso kaufen würde. Falle: Artikel kaufen die im Angebot sind aber nicht gebraucht werden — das ist kein Sparen, das ist zusätzliche Ausgabe. Apps wie Marktguru aggregieren alle lokalen Supermarkt-Prospekte in einer App.

Einkaufskanalstrategie

9. Discounter für Grundzutaten, Fachhandel für Spezialitäten

Aldi und Lidl haben für Grundzutaten (Mehl, Zucker, Nudeln, Öl, Milch, Eier) oft die günstigsten Preise im Markt — gleichzeitig eine hohe Eigenmarken-Qualität. Vollsortimenter (Rewe, Edeka) sind besser für Spezialitäten, regionale Produkte und wenn Vollständigkeit wichtig ist. Mix-Strategie: 70% der Einkäufe beim Discounter, Rest beim Vollsortimenter. Ø-Ersparnis: 60–100€ im Monat gegenüber reinem Vollsortimenter-Einkauf.

10. Online-Lebensmittelbestellungen sinnvoll einsetzen

Wer von Rewe, Edeka oder Gorillas online bestellt, kauft nachweislich durchschnittlich 15–20% weniger (keine Impulskäufe durch Gang durch die Gänge). Mindestbestellwert und Lieferkosten (3–5€) berücksichtigen — rechnet sich ab ca. 60€ Bestellwert. Vorteil: Man sieht den Gesamtbetrag in Echtzeit beim Einkaufen und kann Positionen bewusst entfernen bevor man bestellt.

Fazit: Einkaufsliste schreiben + Meal Planning (30–60€ Monat), auf Eigenmarken umstellen (45–90€ Monat), Discounter für Grundzutaten (60–100€ Monat) — drei einfache Verhaltensänderungen die zusammen 135–250€ pro Monat sparen können. Bei einem Jahresbudget von 5.000€ für Lebensmittel sind das 1.620–3.000€ Ersparnis im Jahr.

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